Produktfotografie: Tipps vom Profi
Produktfotografie Tipps

Um ein Produkt der Mode zielgerichtet zu inszenieren und die entsprechende Botschaft zu transportieren, bedarf es einiger Fertigkeiten. Die Mode- und Fashion Fotografie hat dabei viel mit der klassischen Werbefotografie zu tun. Der betreffende Gegenstand wird bildlich festgehalten, um ihn in verschiedenen Medien aufmerksamkeitsfördernd zu zeigen. Ein gutes Produktfoto kann zur Präsentation im Büro hängen oder fotografische Fähigkeiten demonstrieren. Es gibt zwei wesentliche Ansprüche an die Mode- und Fashionfotografie: Sie soll die Objekte ästhetisch ansprechend und realistisch abbilden.

Produktfotografie: Tipps vom Profi

Bei der Mode- und Fashion Fotografie ist es besonders sinnvoll, dass sich die Kunden vorstellen können, wie die Textilien funktionieren, angezogen aussehen oder insgesamt wirken. Manche Menschen identifizieren sich zudem gern mit Models, die ihrem Typ entsprechen. Bei der Hollowman Fotografie wird die Kleidung an einer Puppe fotografiert, danach erfolgt deren Retusche. So sieht die Kleidung zwar aus wie getragen, sitzt jedoch perfekt und alle Details sind zu sehen. Diese Art der Mode- und Fashion Fotografie erzeugt Produkte ohne jegliche Ablenkung. Die freigestellte Kleidung kann in das Design eines jeden Onlineshops angepasst werden.

Legeware stellt bis heute bei der Mode- und Fashion Fotografie die wohl einzigartigste Inszenierung von Kleidung dar. Hier werden die Produkte lässig oder akkurat gelegt und so von oben fotografiert. Es gibt keine “Schnörkel” und keine Ablenkung dabei. Bei dieser Form der Mode- und Produktfotografie steht die Kleidung im Rampenlicht. Besonders Accessoires können auf diese Weise vom Kunden gut betrachtet werden.

8 Tipps für Mode- und Fashion Fotografie

1. Erstellung eines Konzepts
Bei jedem Shooting der Mode- und Fashion Fotografie weist ein ausgearbeitetes Konzept den Weg. Welche Botschaft soll entstehen? Eine Kompositionsskizze schafft Planungssicherheit. Der Shootingzeitpunkt muss festgelegt werden. Erst dann kann der Fotograf die nötige technische Ausstattung zusammenstellen.

2. Die richtige Kamera
Zur Mode- und Fashion Fotografie findet eine Vollformatkamera Verwendung. Einige Kameras sind besonders gut geeignet, z.B. die Sony Alpha 7 Serie und die entsprechenden Profiobjektive. Ein anderes geeignetes Modell wäre die Canon 5D Mark IV.

3. Schlichter Hintergrund
Ein ruhiger und schlichter Hintergrund lenkt nicht vom Produkt ab. Weiterhin darf er nicht überstrahlen, sonst entstehen Lichtkanten. Mit einer Hohlkehle gelingt es, einen nahtlosen Raum zu erzeugen. Das ist wichtig für Freistelleraufnahmen. Der Weißabgleich schützt vor Schwankungen in der Farbtemperatur.

4. Nie ohne Stativ arbeiten
Das Stativ bewirkt, die gleiche Perspektive zu halten. Anschließend wird es möglich, das Objekt perfekt auszuleuchten. Ein Fernauslöser sorgt dafür, dass es bei Langzeitbelichtungen nicht zu Verwackelungen kommt.

5. Blende geschlossen halten
Eine möglichst große Schärfentiefe wird mittels einer nahezu geschlossenen Blende erreicht. Bei geringer Schärfentiefe wird eine lange Brennweite mit offener Blende eingesetzt.

6. Verwendung unterschiedlicher Lichtformer
Eine optimale Ausleuchtung entsteht durch den gezielten Einsatz von Leuchten, die unterschiedliche Lichtformen besitzen. Manchmal reichen bereits eine Leuchte und ein Aufheller. Reflektoren und Diffusor kommen je nach Lichtverhältnissen zum Einsatz. Um wenige bis gar keine Schatten an der Kleidung zu erzeugen, kann mit einer Softbox sanftes Licht erzeugt werden.

7. Großen Bildschirm nutzen
In der Fotografie kann die Kamera mit dem Computer verbunden werden, so wird direkt auf den Rechner fotografiert. Auf dem großen Bildschirm kann die Fotoqualität genau kontrolliert werden, gleichzeitig können so am Rechner bereits erste Bildbearbeitungen erfolgen.

8. Schrittweises Vorgehen
Das schrittweise Vorgehen bei der Model- und Fashion Fotografie gibt die nötige Arbeitsruhe und bringt gute Ergebnisse. Mit dem Stativ wird die richtige Perspektive festgelegt, die attraktivste Seite des Produktes sollte in den Vordergrund gestellt werden. Die zu fotografierenden Textilien werden geordnet, danach erfolgt die Ausleuchtung.

Florian Ibe
Florian Ibe
ist Gründer und Inhaber von pictibe. Er selbst beschreibt sich als einer der Glücklichen, die ihr Hobby zum Beruf machen konnten. Seine tägliche Aufgabe ist es, komplexe Zusammen­hänge auf das Wesentliche zu reduzieren und daraus eine direkte Botschaft für Kunde und Mitarbeiter zu entwickeln.

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